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Lokale Agenda 21

Eine Lokale Agenda 21 agiert auf der Ebene einer einzelnen Gemeinde oder Stadt. Meist entstehen Lokale Agenden aus einem klaren Verbesserungswunsch oder gewissem „Leidensdruck“ vor Ort – eine angekündigte Schulschließung, ein Wunsch zur Verbesserung der öffentlichen Räume oder nach mehr gemeindlichen Aktivitäten... Die Gemeinde und ihre Bürger sind dann gefordert, in Kooperation mit der Verwaltung durch gezielte Projekte ihren Ort zukunftsfähig zu entwickeln, die Bewohner zu sensibilisieren und aktiv in die Umsetzung der Projekte einzubeziehen. Auch auf der lokalen Ebene hat die Agenda 21 das Ziel, wirtschaftliche, soziale, kulturelle und ökologische Rahmenbedingungen anzupassen und zu optimieren.

Deutschlandweit haben bereits mehr als 2.600 (20,5%) der Kommunen die Idee der Lokalen Agenda 21 aufgegriffen. In der Region Stettiner Haff sind es 24 Gemeinden. Eine Lokale Agenda ist das übergreifende „Dach“ der ganzheitlichen gemeindlichen Entwicklung. So kommen Vertreter von Initiativen und Vereinen, die sich vielleicht vorher nie an einen Tisch gesetzt hätten zusammen, um gemeinsam über die Entwicklung ihres Ortes zu sprechen. Es können Arbeitsgruppen entstehen, in denen jeder Interessierte die Chance bekommt, eigene Vorstellungen zu formulieren und mit umzusetzen. Der Erfolg einer Lokalen Agenda 21 hängt sehr von dem Engagement seiner Mitstreiter ab. Zusätzlich müssen verschiedene Interessen unter einen Hut gebracht und oftmals lange Verwaltungswege beschritten werden.

Eine Lokale Agenda 21 ist häufig ein langfristiger Prozess, bei dem Leitbilder und Ideen entwickelt, Projektmittel akquiriert, Projekte umgesetzt, Mitmenschen motiviert und Befindlichkeiten abgebaut werden müssen. Ein Prozess also, der im Idealfall aus zahlreichen Dialogen, Ideen und Taten innerhalb einer Gemeinde besteht.


Tipps und Hinweise

Damit sie auf diesem manchmal anstrengenden Weg nicht verzagen, hier einige Tipps für den Aufbau und die Gestaltung einer Lokalen Agenda 21:

Aufbau:

  1. Beschluss einer Lokalen Agenda 21 unter Einbezug aller interessierter  Ortsbewohner und der Gemeindeverwaltung.
  2. Entwicklung eines Leitbildes für die Gemeinde mit Unterstützung externer Moderatoren.
  3. Entwicklung von Projekten zur Umsetzung des Leitbildes/ Bildung von Arbeitsgruppen
  4. Umsetzung der Projekte (Klärung der Finanzierung, eigene Umsetzung bzw. Beauftragung Dritter)
  5. Individuelle Weiterführung des Lokale Agenda 21- Prozesses (im Rahmen von Arbeitsgruppen, Vereinen oder ehrenamtlichen Initiativen)


Womit Sie sich rüsten sollten

1.) Wichtig ist die Motivation. Dazu können z.B. regelmäßige „Konsultationen“ dienen. Selbst wenn der Anlauf schwierig ist, kann man solche Versammlungen nutzen, um sich gegenseitig zu informieren und zu motivieren.

2.) Abstecken kleiner Zwischenziele, deren Erreichung immer wieder das Gefühl vermittelt, etwas geschafft zu haben und die alle Mitstreiter erneut zum Weitermachen anregt. Ein kleiner Artikel über Erreichtes in der Presse motiviert zu nächsten Schritten. Ganz wichtig: Feiern Sie Ihre Erfolge!

3.) Pflegen von regelmäßigem Austausch mit anderen Agenden und Experten
nicht nur im Problemfall soll man sich regelmäßig mit Agenda- oder Projekterfahrenen Menschen austauschen, Rat einholen.

4.) Kommunikation, Toleranz und Vertrauen in die Mitstreiter und deren Ziele erleichtern die Zusammenarbeit.


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